Interview mit Christopher Eccleston

Vom 16. Januar 2007

Craig Byrne von Herosite.net hat ein Interview mit Christopher Eccleston geführt, in dem er einiges über seine Rolle in Heroes verraten hat.

HEROSITE.NET: Du hast die Möglichkeit, dir die besten Rollen auszusuchen. Was hat dich an Heroes gereizt?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Was mich an Heroes gereizt hat ist, dass sie nach mir gefragt haben, das habe ich geschätzt. Wir hatten über zwei verschiedene Rollen geredet und für Claude habe ich mich entschieden, die zweite der beiden Rollen.

HEROSITE.NET: Gab es etwas Spezielles, dass dich zu dieser Entscheidung geführt hat?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Hm es besteht die Gefahr, dass ich Inhalte verrate, aber alles in allem wäre die erste Rolle ein Bösewicht gewesen und ich hatte keinen Lust so einen zu spielen. Es scheint eine Art Klischee zu sein, dass europäische Schauspieler Bösewichte in der amerikanischen Kultur spielen und ich wollte kein Teil dessen sein.

HEROSITE.NET: Was hat dich zu der Entscheidung geführt, in amerikanischen Serien mitzuspielen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Nunja, ich amerikanisches Fernsehen. Ich genieße es. Ich habe drei Favoriten: The Larry Sanders Show, Deadwood und NYPD Blue. Ich schätze sie alle aus sehr verschiedenen Gründen. Die eine ist eine umfassende, lebensnahe, satirische Komödie, Deadwood ist eine fantastische Serie im Western Genre und NYPD Blue, dort fand ich die Handlungen und Darsteller sehr herausstechend.

HEROSITE.NET: Mit welchen Darstellern, konntest du bisher zusammen an einer Serie arbeiten und wie war es mit ihnen zusammen zu arbeiten?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Milo, Milo und Milo. Kürzlich habe ich mit Jack Coleman und Jimmy Jean-Louis (Herr Bennet und der Haitianer) gearbeitet aber die meisten Zeit war mit Milo, der ein totaler Gentleman war. Er ist ein sehr selbstloser Schauspieler und hat mir das Gefühl vermittelt willkommen zu sein. Ich habe es sehr genossen.

HEROSITE.NET: Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit beim amerikanischen Fernsehen von den Routinen im britischen Fernsehen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Bis auf Essen unterscheidet es sich nicht. Ihr liebt es wirklich zu essen. Essen ist toll, aber abgesehen davon ist es whansinnig viel mehr als am britischen Set. Wir sind etwas genügsamer was das Essen angeht. Aber nein, insgesamt ist der Vergleich sehr positiv, sehr ähnlich.

HEROSITE.NET: Mit was für Special Effects konntest du bisher arbeiten?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Wirklich nicht viele. Wenn man einen unsichtbaren Mann spielt, wird das meiste am normalen Ort gedreht. Aber eines habe ich gemacht, ich bin geflogen. Milo und ich sind gemeinsam geflogen. Viel mehr kann ich nicht sagen, das würde die Handlung vorwegnehmen. Aber ich habe zum Beispiel Türen geschlossen, ohne anwesend zu sein. Es gibt so einige dieser witzigen Sachen.

HEROSITE.NET: Musstest Du viel in der Nachproduktion machen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ein wenig vor zwei Tagen. Es war mein erster Auftritt. Ich denke, dass die Jungs vom Sound super Arbeit machen. Und obwohl wir ziemlich viel Downtown gedreht haben, was ein sehr schwerer Ort ist, konnte viel vom Original Sound gerettet werden, was für einen Schauspieler super ist. Man kann das, was man am Tag des Drehs gemacht hat, niemals so gut wiederholen.

HEROSITE.NET: Was sind die Herausforderungen dabei, einen unsichtbaren Mann zu spielen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Weiß du, eigentlich gibt es keine. Wenn man einen Charakter mit Superkräften spielt, ist meiner Meinung nach das Wichtigste sich darauf zu konzentrieren, diesen Menschen natürlich und glaubwürdig rüber zu bringen. Je besser man das schafft, umso mehr nimmt einem das Publikum das Verhalten ab, das man durch die Kräfte entwickelt. Somit ist es ein Schauspiel Training, so wie bei jedem Charakter.

HEROSITE.NET: Ist es für dich aufregend, diese Aufgabe zu haben?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Es ist aufregend irgendeinen Charakter zu spielen und wie gesagt, man darf nicht über die übernatürlichen Dinge nachdenken, die er kann, denn sie liegen nicht an einem selbst. Das bleibt den Nachbearbeitern. Also muss man sich auf die Wahrheit konzentrieren - man sucht Verbindungen und offensichtlich ist eine der Schlüsselverbindungen Claude und Peter.

HEROSITE.NET: Darfst du sagen, wie lange du bei der Serie auftreten wirst?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich denke es wäre besser, das als Geheimnis zu wahren.

HEROSITE.NET: Aber es sind schon mehrere Folgen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Das ist es, ja. Es sind verschiedene Folgen.

HEROSITE.NET: Hast Du vorher überhaupt Heroes geguckt, bevor du die Rolle angenommen hast?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Als sie mir die Rolle angeboten habe, schickten sie mit den Piloten, damit ich ihn mir ansehen kann. Ich fand ihn interessant und faszinierend, also habe ich das Angebot angenommen.

HEROSITE.NET: Welche anderen Projekte hast du noch, neben Heroes?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich habe einen Film gedreht, diesen Herbst in New Orleans. Dort spiele ist einen Arzt aus der Gegend. Der Film heißt New Orleans, Mon Amour und handelt von Katrina, den Rettungs Versuchen, dem emotionalen Schaden sowie dem physischen Schaden, der der tollen Stadt angetan wurde. Und ich mache Heroes. In ca. zwei Wochen werde ich nach Bukarest gehen um einen Film namens The Dark Is Rising zu drehen, der auf einer Reihe von Fantasy Büchern aufbaut, die in den Siebzigern geschrieben wurden.

HEROSITE.NET: Welche Art der Schauspielerei, würdest du in einer perfekten Welt am liebsten mögen - Theater, Fernsehen oder Film?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich hatte viel Glück bei dem was ich in Film und Fernsehen lernen konnte. Seit zwanzig Jahren ist das mein Leben. Wenn ich eine Wahl hätte, würde ich ausschließlich Theater spielen, wenn das finanziell möglich wäre. Theater ist meine Welt, aber es wird sehr schlecht bezahlt, so dass die Darsteller nebenbei noch Filme drehen oder beim Fernsehen arbeiten müssen. Der Hauprgrund dafür ist, dass das Theater ein Darsteller Gebiet ist. Film und Fernsehen ist eher der Bereich der Regisseure. Wenn man beim Theater arbeitet, hat man vier- bis sechs-wöchige Proben Blöcke, in denen die Charaktere aufgebaut werden. Und jeder Auftritts Abend verfeinert den Charakter immer weiter. Daher ist Theater Spielen meine große Liebe. Aber ich hatte auch einige sehr interessante und lohnende Erlebnisse vor der Kamera.

HEROSITE.NET: Weißt du, ob die Autoren dem Namen Claude irgendeine Bedeutung geben wollten, weil es der Name des ersten Darstellers, der einen unsichtbaren Mann spielte, ist?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Wenn ich das erste Mal als Claude erscheine, mache ich einen Witz darüber, also ist es eine Homage, ich denke, an Claude Raines.

HEROSITE.NET: Hat Claude einen Nachnamen?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich weiß es nicht, nein.

HEROSITE.NET: Was glaubst du, motiviert Claude zu dem was er tut bzw. wie er sich verhält?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich denke Claude hat ein Gewissen und ein sehr gutes Herz. Und ich denke da ist eine Art extreme Psychologie, das wird es meiner Meinung nach sein, was ihn so macht wie er ist.

HEROSITE.NET: Ich glaube, ich habe in einem älteren Interview mit Tim Kring gelesen, dass Claude mit diesen Fähigkeiten bereits eine ganze Zeit lang gelebt hat?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Das stimmt. Ich denke man kann guten Gewissens sagt, dass Claude zu einer vorherigen Generation von Helden gehört. Er ist für Peter wie eine Art Vaterfigur.

HEROSITE.NET: Glaubst du, dass seine Anwesenheit Peter auf seinem Weg wirklich helfen wird?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ohja. Das ist ziemlich genau die dynamik der Beziehung.

HEROSITE.NET: Als du die Rolle angenommen hast, habe die Autoren und Produzenten, dir da genau gesagt, was deinem Charakter widerfahren wird, oder erfährst du die Handlung schritt für schritt?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich wusste, dass die Rolle umfangreich und eine Schlüsselrolle sein würde. Ich musste das vorher wissen. Aber ganz offensichtlich kommen dee Details erst mit der Zeit ans Licht, während man dreht. So geht es jedem der Darsteller dort.

HEROSITE.NET: Mir ist im Trailer aufgefallen, dass Claude recht zerzaust wirkt. Gibt es dafür einen Grund und als Darsteller, genießt du es, für eine Rolle dein Aussehen zu ändern?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich denke, dass das auch etwas ist was ich mit in die Rolle einbringe [lacht]. Nein, Claude lebt ein sehr einsames, zurückhaltendes Leben, aber mir gutem Grund. Daher hat er nicht viel übrig, für Pflege und Kleidung. Aber es kann sein, dass man da Änderungen sehen wird.

HEROSITE.NET: Ist es ein anderes Gefühl, hier in den Staaten zu drehen, wo du vielleicht nicht so einfach erkannt wirst, wie in Groß Britanien?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Ich bin am 8. Juni letzten Jahres nach Amerika gekommen und es war als würde ich meine Karriere neu beginnen, das liebe ich. Es ist fantastisch diese Möglichkeit mit 42 noch zu haben, so als wäre es wie im Alter von 19, als ich Salford verlassen und nach London gegangen bin um an die Drama School zu gehen.

HEROSITE.NET: Hast du hier in den Staaten schon irgendwas an Theater Auftritten gehabt und würdest du das gerne?

CHRISTOPHER ECCLESTON: Nein habe ich nicht, würde ich aber gerne. Wenn ich am Broadway arbeiten könnte, würde mein Traum wahr werden.

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