Interview mit Greg Grunberg
Vom 09. Oktober 2006
Brian Ford Sullivan von The Futon Critic hatte die Chance ein Interview mit Greg Grunberg zu führen in dem er über Heroes, seine Band und J.J. Abrams geredet hat. Hier findet ihr eine freie Übersetzung der interessantesten Teile des Interviews.
BFS: Und wie ist die tägliche Arbeit am Set?
Greg: Es ist sehr ähnlich wie es anfangs bei Alias oder Felicity war. Ich habe so ein unglaubliches Glück, dass ich ein Teil von diesen besondern Serien sein kann, die wirklich cool sind und über die viel geredet wird. [...] Ich habe viele Angebote bekommen, aber das waren keine wirklichen Serien. Dies hier hingegen wirkt wie eine Serie, aber es ist nicht wie jeder Pilot. Es wirkte wie eine coole Idee wo man sich fragt wie es weiter gehen mag. Auch bei Lost hatte ich dieses Gefühl. Es war quasi der genialste Pilot und J.J. und Damon sagten, dass es überall hinführen könnte. Die Leute sehen es und denken sich, herrje wohin wird das führen? Und Heroes gab mir das Gefühl mehr lesen zu wollen, wissen zu wollen wie es nach dem Piloten weiter gehen wird.
BFS: Solltest Du von Anfang an Matt Parkman sein?
Greg: Nein, nein. Das ist das verrückteste an dem Ganzen - Ich wusste nichtmal, dass der Matt Charakter ein Charakter der Serie war. Es war ein 1-stündiger Pilot den ich gelesen habe. Ich sollte eigentlich in der Folge dabei sein. Ich habe bereits mit Dave Semel (Produzent und Regisseur des Heroes Piloten) gearbeitet und sollte eigentlich für die Rolle von Peter Petrelli vorsprechen. Doch irgendwie habe ich nicht in diese Rolle gepasst. Wir haben es versucht aber es war einfach nicht richtig. Doch dann gab es plötzlich den zweiten Teil der Piloten und ich soll Semel inspiriert haben Matt Charakter zu erstellen. Es sollte ein Typ wie Matt Dillon in "Crash" sein. Tim kannte meine Arbeiten nicht, aber er war vom ersten Augenblick an überzeugt.
BFS: Bist du der Typ Schauspieler, der seinen Charakter mit nach Hause nimmt, quasi als würde er etwas auf dich abfärben? Oder steckst du eher mehr von dir in die Charaktere, so dass sie ein Spiegelbild deinerselbst werden?
Greg: Ja quasi genau so. Es gibt Schauspieler, die sich in alles hineinversetzen können... so bin ich aber nicht. Ich kenne meine Grenzen, ich bin immer Sean aus Felicity, die Schulter an der sich jeder ausweinen kann, der Bester Freund Typ. Und ich mache das gerne. Ich bin gerne der Charakter. [...]
An diesem Punkt kommt Jesse Alexander hinzu..
Greg: Ich bekam dann einen Anruf von NBC, so vonwegen: Willst du das machen? [...] Sie meinten, es gäbe noch neue Komödien, aber ich fühlte mich richtig in der Rolle. Ich wollte ein Teil davon sein. Und ich war glücklich.
[...]
BFS: Meinst du, dass du wissen musst wie es mit dem Charakter weiter gehen wird? Oder lässt du es lieber auf dich zukommen.
Greg: Ich genieße es so wie es geschieht. Manchmal wenn ich das Skript lese, sende ich Jesse eine Nachricht, wie genial das Skript ist und er freut sich mir eine Antwort zu senden... diese Beziehung haben wir schon sehr lange, bei Alias war es das selbe. [...]
[...]
JA: Die Idee bei einer Folge war, ich weiß nicht ob wir es woanders genutzt haben, dass Du in einer Bar sitzt und ein Lied hörst an das jemand anderes denkt.
Greg: Ja das haben wir verwendet. Ich hatte vorgeschlagen, dass ich in einer Bar sitze und mich an den Kerl neben mir wende und ihn bete sich woanders hinzusetzen. Dann setze ich mich wieder hin und Clea Duvall fragt was das sollte. Daraufhin entgegne ich, dass der Kerl an ein Lied gedacht habe und es mich wahnsinnig gemacht habe. Ich liebe das, denn wir haben es auf eine netter Weise eingebunden. Da ist diese Szene in der ich ein Abendessen für meine Frau mache. Das Fleisch was sie will, den Wein den sie Mag und dann mache ich das Lied an, an das sie gerade denkt. Wenn sie dann sagt, sie habe gerade an dieses Lied gedacht, sage ich: Ich weiß. Es ist genial. Es passt so gut zu dem Charakter.
JA: Gerade bei einer Serie wie dieser ist es wichtig mit den Darstellern zusammenzuarbeiten. Wir sind alle gemeinsam mitten drin. Sie nehmen die Handlungen anders wahr als man selbst. Und sie können sagen, dass man eine solche Szene gerade erst gemacht hat. Dann sagen wir nur, herrje stimmt, wir müssen das ändern. Dieses Verhältnis zu haben ist außerordentlich wertvoll.
BFS: Ich werde häufig gefragt warum Du nicht im Piloten vorkommst.
Greg: Weißt du, es gibt wenig was mich weniger interessiert. Es könnte mich mehr interessieren, denn ich wäre sehr gern beim Piloten dabei gewesen. Aber die Wahrheit ist, sobald der Pilot erstmal ins Rollen kommt ist er fantastisch. Wir haben überlegt den Charakter zumindest in einer kleinen Szene vorkommen zu lassen, aber wenn man das nicht richtig einbaut, werden sich die Leute an den Charakter eh nicht in der Art und Weise erinnert wie sie sollten. Und in der zweiten Folge spiele ich eine wirklich wichtige Rolle. Außerdem scheint das bei mir immer so zu sein: ich war weder bei Felicity noch bei Alias im Piloten dabei und ich war neun Jahre lang bei den Serien. Und dann war ich einmal im Piloten von Lost und werde schon innerhalb weniger Sekunden getötet. Demnach hatte ich kein Interesse daran im Piloten dabei zu sein.
BFS: Also ist das die Nachricht an Produzenen die eine große Show erschaffen wollen: Lass Greg Grunberg im Piloten auftreten und töte ihn kurz danach oder warte mit ihm bis zur zweiten Folge und lass ihn dann als reguläres Cast-Mitglied bleiben.
Greg: [lacht] Genau. Ich war nicht bei Six Degrees dabei, mal sehen was mit der Serie passiert. Ich war quasi in jeder Serie von J.J. dabei. [...] Wir haben überlegt eine Radio Werbung zu machen die dann ab und an bei Six Degrees vorkommt.
BFS: Wo wir gerade bei J.J. sind, wie hat er auf Heroes reagiert?
Greg: Er war sehr begeistert von der Serie und denkt sie wird ein Hit werden. Er redet mit Jesse mehr über Skripts als ich. Er hat viel geholfen. Das einzige was dabei nervt ist, dass ich am Set nicht mit meinem besten Freund zusammen sein kann. Also wenn es einen Nachteil daran gibt dann den, dass ich nicht mit J.J. zusammen arbeiten kann.
BFS: Denkst du, dass du Heroes gucken würdest, wenn du nicht zur Crew gehören würdest?
Greg: 100% sicher. [...] Was ich so an uns mag ist, dass wir und mit den Fragen die die Zuschauer haben auseinander setzen. Es gibt wirklich interessante Wendungen und Entdeckungen, aber nichts, wo man Schwierigkeiten bekommen könnte dem zu folgen. Ich meine bis jetzt.
[...]
BFS: We bist du überhaupt zum Schauspielern gekommen? Hast du J.J. Sehnsucht nach dem Drehen von Filmen gesehen und dich inspirieren lassen?
Greg: so in etwas. Wir waren zusammen in der Grundschule und war schon immer daran interessiert kleine Filme zu machen und ich war immer der der meinte, okay ich komme dann zur Tür hinein. [...] Er ist ser kreativ und unglaublich gut in allem was er anfängt. Ich denke mit ihm aufzuwachsen hat mich geprägt.. aber ich wollte schon immer schauspielern und als ich dann J.J. gesehen habe dachte ich, dass ich es einfach versuchen muss. Ich war dann der Assistent von Joel Silver und habe ihn ein Jahr umher gefahren. So habe ich einen Einblick in die Arbeit und dem Umgang eines großen Hollywood Produzenten bekommen. Wenn ich eines gelernt habe von Joel, dann dass wenn man etwas wirklich will man es auch schafft und lediglich bereit sein muss wenn sich die Türen öffnen. Also bin ich wieder zurück gegangen Ich hätte sicher bei Joel bleiben können, aber ich wollte nicht hinter der Kamera sein, sondern davor.
BFS: Wie alt warst du als das alles begann?
Greg: Oh, 19 oder 20 vermutlich. So ja, genau vor 20 Jahren.
BFS: Was war deine erster Durchbruch?
Greg: Ich war bei einer Show namend "Flying Blind" auf FOX.
[...]
Greg: Ich war dort ein wiederkehrender Gastdarsteller. Dann hat Larry Trilling von Invasion, Alias und Felicity mich irgendwie entdeckt und gab mir eine Chance in dem Film "Dinner and Driving". Das war eine große Rolle für mich. [...] Und dann ist mal stolz mit Leuten wie Jesse oder J.J. zusammen arbeiten zu können. Ich bin froh, dass sie auch mit mir zusammen arbeiten wollen, dass ABC, NBC und The WB mit mir arbeiten wollen. [...]
BFS: Nun kommt die große Frage: Wenn ich eine Band mit Hugh Laurie starten will, wie mache ich das?
Greg: [lacht] Es ist leicht - Hugh liebt seinen Bacon kross. Weißt du ich war in dieser eine Folge von "House" dabei und ich hatte dort eine Garagen Band. Hugh spielt in einer genialen Band in London, ich wusste es nicht. Die Jungs spielen Blues und rocken total. Er spielt mit ihnen sobald er kann. Naja ich hatte diese Garagen Band und James Denton und ich kannten uns, also habe ich Jamie gefragt ob er bei der Band mitmachen mag und so in einer House Folge dabei sein mag. Und dann haben wir mit Macy Gray, YES und CTA gespielt und alle Leute wollten nicht die großen Stars interviewen sondern uns. Das war verrückt. Also haben wir Hugh gefragt ob er mal kommen würde und er kam und es hat gerockt. Also haben wir nun diese geniale Band und machen eine Menge Geld. (Hier gehts zur HP der Band)
[...]
BFS: Also zurück zu Heroes: Du hast gesagt, dass du bisher keinen der andere Charaktere getroffen hast. Ist es seltsam nicht mit den anderen Darstellern zusammen zu arbeitnen?
Greg: ja es ist wirklich seltsam. Es ist als wären wir nur auf dem selben Sender, wie wenn ich mit Leuten von anderen Sendungen rede. Wir haben quasi alle unsere eigene kleine Serie am laufen. Und dann sollen wir alle zusammen kommen. Ich habe keine Ahnung wie das laufen soll.
BFS: Wenn du also mit den Leuten redest, spekulierst du darüber wie es wohl weitergehen wird?
Greg: Ja ein wenig. Naja wir alle machen Scherze über die Charaktere und so.
BFS: Um es kurz zusammen zu fassen: Erzähl mir in 30 Sekunden warum jemand Heroes gucken sollte.
Greg: Für mich.
BFS: [lacht] Abgesehen von den Greg Grunberg Fans.
Greg: [lacht] Ernsthaft, ich denke die Leute sollten die Serie sehen, weil sie von normalen Leuten handelt. Versteh mich nicht falsch, Superheld Fans, Comiy Fans und so werden total begeistert sein von der Serie. Aber ich denke jeder wird in dieser Show einen Charakter finden in den er sich hineinversetzen kann, denn das ist eine geniale Frage - was würdest du machen wenn du eines Tages mit Superkräften aufwachen würdest? Es ist eine der Dinge um die man herumfantasieren kann, und das hat nicht jede Show.
Quelle des Originals
Freie übersetzung © HEROES news
